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Der Limes wurde in mehreren Phasen ausgebaut. Ab 90-100 n. Chr. bestand er zunächst aus einer Waldschneise mit einem Patrouillenweg. Dieser wurde von Holztürmen aus überwacht, die an markanten Geländepunkten aufgestellt waren und Sichtverbindung untereinander hatten.
Um 120 n. Chr. errichtete man vor dem Weg und den hölzernen Wachttürmen einen durchgehenden, etwa 3 m hohen Palisadenzaun. So entstand erstmals eine geschlossene Grenze. Sie zu überschreiten war nur noch dort möglich, wo die Römer für die Handelswege Durchlässe angelegt hatten.
Ab ca. 150 n. Chr. ersetzte man die Holztürme nach und nach durch Steintürme. Die Palisade blieb bestehen.
Um die Wende vom 2. zum 3. Jh. n. Chr. wurde am obergermanischen Limes zwischen der Palisade und den Türmen ein 6-8 m breiter und bis zu 3 m tiefer Spitzgraben ausgehoben und der Erdaushub dahinter zu einem etwa 3 m hohen Wall aufgeschüttet. Am raetischen Abschnitt des Limes wurde anstatt der Holzpalisade eine etwa 3 m hohe Mauer errichtet.
Autor: C. A. Jost